MEHRFAMILIENHAUS & §13K ENWG

Nutzen statt Abregeln

§13k EnWG („Nutzen statt Abregeln“) soll die Abregelung erneuerbarer Stromerzeugung bei Netzengpässen verringern. Dafür können registrierte zusätzliche Verbraucher in ausgewiesenen Entlastungsregionen zugeteilte Strommengen aufnehmen.

Für größere Wohnobjekte mit zentralem Warmwasserspeicher kann ein steuerbarer elektrischer Wärmeerzeuger diese Energie zeitlich gezielt in Wärme umwandeln. Die aktuelle Erprobungsphase läuft bis einschließlich 30. September 2026; ab 1. Oktober 2026 beginnt das wettbewerbliche Zielmodell.

  • 01

    Immobilienwirtschaft

    Für Unternehmen mit größeren Wohngebäuden und zentraler Warmwasserbereitung kann Power-to-Heat ein zusätzlicher Baustein sein, wenn Standort, Wärmebedarf und §13k-Rahmenbedingungen zusammenpassen.

  • 02

    Hausverwaltungen

    Bestehende Objekte können zunächst technisch und wirtschaftlich geprüft werden. Ob und wie die Lösung in das vorhandene Wärmesystem integriert wird, ist objektabhängig.

  • 03

    Eigentümer größerer Objekte

    Besonders relevant sind Gebäude mit zentralem Warmwasserspeicher, ausreichendem Wärmebedarf und einer technisch geeigneten Einbau- und Anschlussmöglichkeit.

  • 01

    Abregelung wird prognostiziert

    Wenn wegen eines Netzengpasses erneuerbare Erzeugung voraussichtlich reduziert werden müsste, können im §13k-Verfahren nutzbare Strommengen bestimmt werden.

  • 02

    §13k schafft den Rahmen

    Teilnehmen können registrierte zusätzliche Lasten beziehungsweise deren Aggregatoren in ausgewiesenen Entlastungsregionen, sofern die jeweiligen Teilnahmebedingungen erfüllt sind.

  • 03

    Der Heizstab wird gesteuert

    Eine steuerbare elektrische Heizlösung kann innerhalb der freigegebenen Zeitfenster gezielt Leistung aufnehmen und Warmwasser erzeugen.

  • 04

    Energie wird als Wärme gespeichert

    Der zentrale Warmwasserspeicher nimmt die erzeugte Wärme auf. So kann Strom zeitlich genutzt und die Wärme später im Gebäude bereitgestellt werden.

Die technische Lösung im Gebäude

PROJEKTBEZOGENE HEIZLÖSUNG

Die notwendige Heizleistung wird aus Warmwasserbedarf, Speichervolumen, verfügbarer Anschlussleistung und dem vorgesehenen Betriebsmodell abgeleitet.

Bei leistungsstärkeren Lösungen erfolgt der elektrische Anschluss fest und fachgerecht durch einen qualifizierten Fachbetrieb. Die Steuerung muss die elektrische Leistung gezielt entsprechend dem vorgesehenen §13k-Betrieb einsetzen können.

Welche konkrete Leistung und technische Ausführung sinnvoll ist, wird im Rahmen der Projektprüfung bestimmt.

Technische Grundlagen

DER BUSINESS CASE

Warmwasserkosten im Mehrfamilienhaus senken

Wirtschaftlich interessant wird das Modell, wenn zugeteilte §13k-Strommengen günstiger genutzt werden können als die Wärme, die sie im jeweiligen Objekt ersetzen. Ab 1. Oktober 2026 erfolgt die Zuteilung im Zielmodell über tägliche wettbewerbliche Ausschreibungen.

Die tatsächliche Wirtschaftlichkeit hängt unter anderem von Wärmebedarf, bestehender Wärmeerzeugung, nutzbarer Energiemenge, Mess- und Anschlusskonzept sowie den konkreten Liefer- und Marktbedingungen ab.

  • WÄRMEKOSTEN

    Strom gezielt einsetzen

    Die elektrische Warmwasserbereitung ergänzt die bestehende Wärmeerzeugung gezielt in den Zeitfenstern, in denen §13k-Strom tatsächlich zugeteilt und wirtschaftlich sinnvoll eingesetzt werden kann.

  • SPEICHER

    Wärme zeitlich entkoppeln

    Ein zentraler Warmwasserspeicher ermöglicht es, elektrische Energie während eines verfügbaren Zeitfensters in Wärme umzuwandeln und diese später für den Warmwasserbedarf bereitzustellen.

  • OBJEKTBEZOGEN

    Wirtschaftlichkeit prüfen

    Eine belastbare Ersparnis lässt sich nur objektbezogen berechnen. Entscheidend sind Verbrauch, Wärmeerzeugung, Anlagenstruktur, Messkonzept und die jeweils gültigen Liefer- und Marktbedingungen.

    Erstgespräch anfragen 

ZUSÄTZLICHER EFFEKT

Auswirkungen auf die Gebäudeenergiebilanz müssen objektbezogen geprüft werden

Wenn ein Teil der bisher fossil erzeugten Warmwasserwärme durch elektrische Wärmeerzeugung ersetzt wird, kann sich die energetische Bewertung eines Gebäudes verändern.

Ob sich daraus eine messbare Verbesserung im Energieausweis oder sogar eine andere Effizienzklasse ergibt, hängt von Gebäude, Berechnungsmethode, Ausgangszustand und konkreter Versorgung ab. Eine Verbesserung kann deshalb nicht pauschal zugesagt werden.

HAMBURG

Hamburg ist als Entlastungsregion H1 ausgewiesen

Hamburg ist im aktuell geltenden §13k-Umsetzungskonzept für die Erprobungsphase als Entlastungsregion H1 ausgewiesen. Zusätzliche Lasten in Hamburg sollen dazu beitragen, netzbedingte Redispatch- und Abregelungsbedarfe in anderen Regionen zu reduzieren.

Die Erprobungsphase gilt bis einschließlich 30. September 2026. Ab 1. Oktober 2026 startet das wettbewerbliche Zielmodell. Ob ein konkretes Gebäude teilnehmen kann, muss anhand von Standort, technischer Auslegung und den jeweils gültigen Teilnahmebedingungen geprüft werden.

  • NOVOLTO

    Gerät & Steuerung

    novolto stellt im Projekt die elektrische Heiztechnik und die dafür vorgesehene Steuerung bereit.

    Heizstab ansehen 
  • DECARBON1ZE

    Belieferung & Marktprozesse

    decarbon1ze bildet Power-to-Heat-Lösungen, Belieferung, Messwertverarbeitung und energiewirtschaftliche Marktprozesse ab und nennt novolto öffentlich als Partner.

  • FACHPARTNER

    Installation vor Ort

    Elektrischer Festanschluss und Einbau einer leistungsstarken Heizlösung erfolgen fachgerecht durch einen qualifizierten Fachbetrieb.

  • 01

    Eignungscheck

    Geprüft werden Standort, Entlastungsregion, Warmwasserbereitung, Wärmebedarf und die grundsätzliche technische Eignung.

  • 02

    Vor-Ort-Termin

    Einbausituation, Speicher, elektrische Anschlussmöglichkeiten und Messkonzept werden am Objekt bewertet.

  • 03

    Installation

    Die projektbezogene Heizlösung wird fachgerecht eingebaut und – falls erforderlich – elektrisch fest angeschlossen.

  • 04

    Einbindung & Betrieb

    Nach technischer Einrichtung erfolgt die Einbindung in das vorgesehene Mess-, Belieferungs- und Steuerungsmodell.

Häufige Fragen

Mehrfamilienhaus & §13k kompakt erklärt

Die wichtigsten Fragen vor einem Erstgespräch.

§13k EnWG („Nutzen statt Abregeln“) soll die Abregelung erneuerbarer Stromerzeugung wegen Netzengpässen verringern. Berechtigte Teilnehmer sind Betreiber registrierter zusätzlich zuschaltbarer Lasten in ausgewiesenen Entlastungsregionen oder Aggregatoren solcher Anlagen. Die Erprobungsphase läuft bis 30. September 2026; ab 1. Oktober 2026 gilt das wettbewerbliche Zielmodell.

Im Fokus stehen größere Wohnobjekte mit zentraler Warmwasserbereitung und ausreichendem Wärmebedarf. Zusätzlich müssen Standort, technische Einbindung, Messkonzept und die jeweils gültigen §13k-Teilnahmebedingungen passen.

Die §13k-Heizlösung ergänzt die bestehende Warmwasserbereitung nur in den tatsächlich verfügbaren beziehungsweise zugeteilten Zeitfenstern. Außerhalb dieser Zeiten bleibt die vorhandene Wärmeerzeugung für die Versorgung relevant.

Eine teilweise elektrische Warmwasserbereitung kann die energetische Bewertung beeinflussen. Ob sich der Energieausweis oder die Effizienzklasse tatsächlich verbessert, muss jedoch für das konkrete Gebäude berechnet werden und kann nicht pauschal zugesagt werden.

novolto stellt im Projekt Heiztechnik und Steuerung bereit. decarbon1ze bildet die Power-to-Heat-Belieferung und energiewirtschaftlichen Marktprozesse ab. Einbau und elektrischer Anschluss erfolgen durch einen qualifizierten Fachbetrieb.

ERSTGESPRÄCH & EIGNUNGSCHECK

Ist Ihr Gebäude für das Modell geeignet?

Schicken Sie uns die wichtigsten Eckdaten zu Ihrem Objekt und der bestehenden Warmwasserbereitung. Gemeinsam können wir einschätzen, ob eine weitere Prüfung sinnvoll ist.